Brunner: 800-Millionen-Kuhhandel bei Verbund und ÖBB spottet jeder Beschreibung

Grüne Kritik an rot-schwarzer Kraftwerksoffensive auf dem Rücken von
Umwelt und SteuerzahlerInnen

"Es ist energie-, umwelt- und nicht zuletzt budgetpolitisch völlig jenseitig, wenn SPÖ und ÖVP nicht nur mit Riesensummen an Steuergeld die Finanzprobleme der Verbund-Jongleure auffangen und damit zugleich die Spirale beim Kraftwerksbau in Schwung bringen, sondern das muntere Kraftwerks-Karussell um jeden Preis nun bei den ÖBB fortsetzen wollen. Als wären 500 Millionen Steuergeld für Energieverschwendung und Geschäftemacherei nicht genug. Wenn nun in übelster Proporz-Logik auch noch die SPÖ mit 300 weiteren Millionen für ÖBB-Kraftwerkspläne bedacht wird, obwohl die ÖBB-Pläne vom Spullersee bis ins Stubaital unersetzliche Naturschätze bedrohen, ist das ein beispielloser rot-schwarzer Kuhhandel auf dem Rücken der Natur" kritisiert Christiane Brunner, Umwelt- und Energiesprecherin der Grünen.

Die SteuerzahlerInnen kommen doppelt dran, während in wenigen Wochen ein Sparpaket ungekannten Ausmaßes droht. "Das ist die Große Koalition wie sie leibt und lebt: Alles für die befreundeten Lobbies; Umwelt und Menschen sind Nebensache. So fahren SPÖ und ÖVP nicht nur Österreichs Energiezukunft in den Abgrund", kritisiert Brunner . "Raus aus dem Öl und der in jeder Hinsicht fossilen Energiewirtschaft setzt mehr Unabhängigkeit von den Energiekonzernen mit ihren Verstrickungen voraus. Wir brauchen neue Schwerpunkte beim Investieren, nicht Beton-Politik wie in den 1970er- und 1980er-Jahren um unser aller Geld", so Brunner.


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